Schockchlorung-Pool-Rechner: Chlormenge richtig berechnen

Pool-Schockchlorung

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Bei einer Schockchlorung wird der Chlorgehalt im Pool vorübergehend erhöht, um etwa Algen oder organische Verunreinigungen zu bekämpfen. Wie viel Chlorprodukt dafür nötig ist, hängt vom Wasservolumen, dem gemessenen freien Chlor und der Wirkstoffkonzentration des Mittels ab. Unser Schockchlorung-Pool-Rechner hilft, diese Größen rechnerisch zusammenzuführen.

Ich erläutere im Folgenden die Dosierberechnung. Wichtig dabei: Der passende Zielwert ergibt sich nicht allein aus der Beckengröße. Wasserzustand, Stabilisatorgehalt und die Anwendungshinweise des Chlorprodukts müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

Welche Werte werden benötigt?

  • Poolvolumen in m³: Ein Kubikmeter entspricht 1.000 Litern.
  • Aktuelles freies Chlor in mg/l: Vor der Behandlung mit einem geeigneten Wassertest messen.
  • Angestrebter Chlorgehalt in mg/l: Nach Produktanleitung und Wasserbedingungen festlegen.
  • Verfügbares Chlor des Produkts: Die entsprechende Konzentrationsangabe steht auf dem Etikett.

Für ein rechteckiges Becken gilt: Länge × Breite × durchschnittliche Wassertiefe. Ein Pool mit 5 × 4 × 1 Meter Wasserstand enthält beispielsweise 20 m³ Wasser. Entscheidend ist die tatsächliche Füllhöhe, nicht die Außenhöhe des Beckens.

So lässt sich die Chlormenge berechnen

Die gewünschte Erhöhung ist die Differenz zwischen Zielwert und Messwert. Da 1 mg/l in 1 m³ Wasser genau 1 g entspricht, lautet die Rechnung:

Benötigtes verfügbares Chlor (g) = Poolvolumen (m³) × Erhöhung (mg/l)

Produktmenge (g) = benötigtes verfügbares Chlor (g) ÷ Wirkstoffanteil

Bei 65 % verfügbarem Chlor wird durch 0,65 geteilt.

Rechenbeispiel für einen Pool mit 20 m³

Angenommen, der gemessene Wert beträgt 1 mg/l und der für dieses Rechenbeispiel gewählte Zielwert 5 mg/l. Die Erhöhung beträgt somit 4 mg/l:

20 × 4 = 80 g verfügbares Chlor
Bei einem Produkt mit 65 % verfügbarem Chlor:
80 ÷ 0,65 ≈ 123 g Produkt

Die Tabelle zeigt dieselbe Erhöhung für verschiedene Wassermengen. Sie ist eine Rechenhilfe, keine allgemeine Dosierempfehlung für eine Schockchlorung.

Was der Rechner nicht aus dem Wasser ablesen kann

Die Rechnung beschreibt eine theoretische Dosierung. Verunreinigungen können Chlor verbrauchen, sodass der anschließend gemessene Wert niedriger ausfällt. Auch pH-Wert und Cyanursäure beeinflussen die Desinfektionswirkung. Bei stabilisierten Chlorprodukten verdient deshalb der Cyanursäuregehalt besondere Aufmerksamkeit.

Mein Hinweis zur Anwendung: Das Ergebnis immer mit dem Produktetikett abgleichen. Grammangaben dürfen bei Flüssigprodukten nicht ohne passende Dichteangabe in Milliliter übertragen werden.

Sicher dosieren und anschließend nachmessen

  • Chlorprodukte niemals mit Säuren oder anderen Poolchemikalien mischen.
  • Schutzhinweise sowie die vorgeschriebene Zugabemethode beachten; nicht jedes Mittel darf gleich angewendet werden.
  • Für Umwälzung nach Herstelleranleitung sorgen und nach ausreichender Durchmischung erneut messen.
  • Den Pool erst wieder nutzen, wenn die vorgeschriebenen Wasserwerte und Freigabebedingungen erfüllt sind.